Grüße aus den USA von PPP-Stipendiatin Greta Raffelsieper

Der Deutsche Bundestag vergibt Stipendien für ein Austauschjahr in den USA an Schüler:innen und junge Berufstätige im Rahmen des Parlamentarischen Austauschprogramms (PPP).
Ich habe die Patenschaft für Greta Raffelsieper aus Remscheid übernommen. Seit September 2022 lebt und lernt sie im Bundesstaat Washington in den Vereinigten Staaten. Pünktlich zum neuen Jahr berichtete sie mir von ihren bisherigen Erlebnissen und Eindrücken.

Hallo Herr Schäfer,

meine bisherigen Erlebnisse in den USA sind der absolute Wahnsinn und ich hätte diese ganzen Erfahrungen in Deutschland niemals machen können.
Daher möchte ich Ihnen unbedingt noch einmal ganz herzlich danken, dass Sie mir diesen kulturellen Austausch ermöglicht haben.

Das Spannendste, was mir bis jetzt passiert ist, war die Workshop Week des PPP bzw. CBYX, wie es hier genannt wird. So wie der Bundestag die Stipendiaten vorher nach Berlin eigeladen hat, wurden wir hier in den USA nach Washington eingeladen.
Dort habe ich viele andere Austauschschüler aus Deutschland getroffen und es hat sehr gut getan, mal wieder von Angesicht zu Angesicht deutsch reden zu können und Erfahrungen auszutauschen.

Zudem hatten wir Meetings mit Politikern bzw. deren Mitarbeitern. Zusammen mit vier anderen Schülern habe ich zwei Mitarbeiter von Patty Murray getroffen. Sie ist die Senatorin im Kongress für den Bundesstaat Washington, in dem ich lebe. Wir konnten viele Fragen über verschiedene Aufgaben und Berufe im Kapitol stellen. Ich hoffe, ich beleidige Sie jetzt nicht, wenn ich sage, dass uns die Leute in unserem Meeting geantwortet haben wie Politiker 😃. Es war trotzdem sehr interessant, einmal mit Amerikanern über die Regierung dort zu sprechen.

Natürlich gab es auch viel Sightseeing. Ich habe das Weiße Haus gesehen, sowie das Washington Monument, das Lincoln Memorial, das Kapitol und noch so viel mehr.
Außerdem war ich im Smithsonian Museum und dem National Museum of African American History and Culture.
Es war eine sehr eindrucksvolle Woche und ich hatte sehr viel Spaß.

Ich vermisse Remscheid tatsächlich mehr als mir lieb ist.
Und die Weihnachtszeit ohne meine Familie zu verbringen macht es nicht gerade leichter.
Einige Traditionen, wie zum Beispiel Adventskränze, kennen die Amerikaner gar nicht. Außerdem feiern die Menschen hier auch keinen Nikolaus.
Glücklicherweise ist meine Gastfamilie sehr offen was andere Kulturen und deren Traditionen angeht. Und weil ich den Adventskranz auf dem Tisch sehr vermisst habe, haben wir vier Kerzen gekauft und basteln jetzt selber einen.
Vor ein paar Tagen haben wir einen Weihnachtsbaum aus dem Wald geholt, den wir selbst gefällt haben. Mitten im kniehohen Schnee, bei knapp – 5°C.
Und das war echt toll!

Viele Grüße aus Amerika
Greta Raffelsieper

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