Erster Tag des Bevölkerungsschutzes war voller Erfolg

Der erste Tag des Bevölkerungsschutzes von Bund und Land Brandenburg war ein voller Erfolg. Bei bestem Wetter informierten sich am Samstag, 24. Juni 2023, zahlreiche Menschen in Potsdam bei Feuerwehr, THW, den Hilfsorganisationen und Katastrophenschutzbehörden, wie sie im Notfall geschützt werden und sich schützen können. ‚Mitmachen und mitwirken‘ war das Motto des Tages. Es ging um Erste Hilfe, um das richtige Packen eines Rucksackes für den Notfall, um das Löschen von Waldbränden aus der Luft und vieles mehr. Um 13 Uhr erfolgte eine Warnung der Menschen vor Ort über das bekannte Sirenensignal. Zeitgleich wurde eine Warnmeldung über das neue Handy-Warnsystem Cell Broadcast versandt. „Wir haben in den vergangenen zwei Jahren bereits einige Fortschritte beim Bevölkerungsschutz gemacht. Diese gilt es zu verstetigen“, sagte Ingo Schäfer. Er ist im Innenausschuss des Bundestages verantwortlich für den Bevölkerungsschutz und die Katastrophenhilfe.

Die Bundesministerin Nancy Faeser sorgte zusammen mit dem Ministerpräsidenten Brandenburgs Dietmar Woidke bei einem Rundgang über das Ausstellungsgelände für die erforderliche öffentliche Aufmerksamkeit.

Ingo Schäfer erklärte:

„Im Bevölkerungsschutz und der Katastrophenhilfe gilt der Grundsatz ‚Haben ist besser als brauchen‘. Unser erstes Ziel ist es, durch vorsorgende Maßnahmen Notlagen zu vermeiden. Bei unvermeidbaren extremen Wetterereignissen und anderen Lagen müssen wir so ausgestattet sein, dass wir den Menschen in Not schnell und wirksam helfen können. Das betrifft alle Ebenen und alle Organisationen: Die Feuerwehren in den Kommunen, die für den Katastrophenschutz zuständigen Bundesländer und den Bund mit seiner Verantwortung für die ergänzende Ausstattung und den Zivilschutz. Auch die Europäische Union hilft bei der europaweiten Vernetzung und Finanzierung der Fähigkeiten. Die Vorsorge hat in einer Zeit des Krieges in Europa besondere Dringlichkeit erhalten. Deshalb setze ich mich dafür ein, dass Bund und Länder die Mobile Betreuungsreserve zur Unterbringung und Versorgung von bis zu 5.000 Menschen gemeinsam verwirklichen. Jedes Bundesland sollte bis zum Jahr 2030 mindestens eine Betreuungsreserve vorhalten. Auch in den Bereichen Waldbrandbekämpfung, Rettung aus der Luft und Selbstschutzfähigkeit der Bevölkerung müssen wir gemeinsam unsere Fähigkeiten verbessern. Das braucht Zeit und Geld. Bund und Länder brauchen dafür einen Plan, um den Bevölkerungsschutz bis zum Jahr 2030 zu stärken. Ich halte es für erstrebenswert, wenn wir den Tag des Bevölkerungsschutzes in Zukunft zeitgleich in allen Bundesländern durchführen.“

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